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schattespiel

Nackti Einsamkeit schreit mir us eune Auge entgäge
Die Verzwiiflig ganz wiit hine chani schier nöd erträge
D’Angscht sitzt eus im Nackä, ich gseh wie sie det luurt
Und bi de chlinschte Gfahr euses Herz no me zuemuurt

Ich gseh sie i de Maske, wänni de Mänsch dehinder suech
Händ ihr eigentli eu gägesiitig mal id Auge gluegt?
Ich meine richtig gnau, nöd immer nur en churze Blick
Ich stune jedesmal was s det z'entdecke git…

.. e Türe macht sich uf zunre tüüfe, fremde Wält
voller Liecht und Schatte, voller Gmeimnis wo niemer kännt

Au ich weiss mängisch nöd, wo mis Herz eigentli staat
Mängisch weissi nöd mal, ob mis Herz überhaupt no schlaat.
Doch dänn würs nöd so weh tue, wänni d’Leeri mal zuelaa
Und es wür nöd überquelle voller Liebi für eu all

I dene sältene Momänt wo mini Wält still staat
Und ich ganz tüütlich gspür was d’Erde für en Rhythmus schlaat
Woni tüf i mir verstaa mis Läbe hät en Zwäck
Und mir alli sind verbunde dur es gmeinsams Projäkt

Und doch chunt d’Leeri zrugg und mit ihre miini Ängscht
Mängisch druckts uf miini Bruscht wäni a eusi Zuekunft dänk
Werdet d’Mänsche no lache, werdet d’Bäum dänn no staa?
Oder werdet mir eus z’Tod amüsiert und alles vernichtet haa?

Mir hüüfed all das Gäld, die ganz Materie aa
Zum grüschtet sii gäg alles, was s’Läbe uf eus los chent laa
Und jede sitzt i sim Palascht, ändlich in Sicherheit
De Priis wo mir für all das zahled: Einsamkeit

Statt dass mir i de Auge s’Wese gseh gsehnd mir e Wand
Statt dass sich eusi Herz berüehred stossed Muure anenand

Nur mängisch giz en chline Riss i dere dicke Schicht
En churze Iiblick i dich Mänsch, so wien du wüki bisch
Es Schattespiel us Zartheit und ere innre Chraft
Die Schönheit, wonir in eu träged, sie verschlaat mer d’Sprach

I some sältene Momänt...

Händ gmeint mir seged in Sicherheit hinder eusre Muur
Sicher vor de Angscht, vor Schmerz, vor de Truur
Doch sicher isch nur eis, ich gsehs a euem Blick
Dass d’Liebi i eus allne a de Sicherheit verstickt
 
Und ohni Liebi isch doch s’Läbe gar nöd wüki wahr
E schlächti Kopie vo dem wonich in Ächt chent haa

Lebändig sii, das heisst für mich unbändig zliebe
Es heisst für d’Liebi au emal Verletzige z’riskiere
Und trotz de Angscht mich hiizgää genau i dem Momänt
Und tanzend s’Läbe fiire als es riesegrosses Gschänk

Me vo dem sältene Momänt…

 

 

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